Mittwoch, 13. Mai 2009

Roppongi

Gleich am ersten Tag in Tokio zog es mich an den Ort, an dem ich in den nächsten Wochen 
sehr viel Zeit verbringen werde, in das Viertel, in dem mein zukünftiger Arbeitgeber Fujifilm, ein sehr schickes und typisch für Tokio sehr großes Hochhaus unterhält. Das Gebäude ist Teil eine Komplexes, der von außen betrachtet verdammt viel hermacht. Neben Fujifilm, gibt es hier noch den Tower von Konami, ein großes Einkaufszentrum und das Ritz-Carlton. Hinter dem Komplex befindet sich ein echt schöner Park, in dem ich gleich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen bin, Japaner beobachten. Alles in allem wirkt das hier sehr schön, sehr edel und mach Lust auf Fujifilm.

Roppongi ist das typische Ausländerviertel, hier hat man endlich mal
 nicht das Gefühl, das man ständig von allen Seiten angestarrt wird, da es hier deutlich überproportional viele Ausländer gibt. Neben den Läden aller
 internationaler Modelabels, befinden sich hier auch viele Botschaften und Firmensitze. Natürlich hab ich mir auch die deutsche Botschaft angeschaut, ein sehr edles und großes Teil, im Vergleich zur Botschaft von Simbabwe, die den Charme eines Asylantenheims versprühte, damit kann sich Deutschland durchaus sehen lassen.

Danach kam ich nicht umhin, mir in einem sehr bunten Eisladen á la 
Ben & Jerries ein noch viel bunteres Eis rauszulassen. Die Sorte Rainbow Sorbet schmeckt ein bisschen nach allem und war doch durchaus lecker, auch wenn ich unbemerkt danach Tokio mit rot-blauen Zähnen durchstreift habe.

Als Abschluss des Nachmittags hab ich noch ein Blick in das Sapporo Beer Museum geworfen. Glücklicherweise hatten wir bereits am vorabend einige Bier probiert gehabt, sodass ich sicher sein konnte, hier das Museum einer absoluten Ekel-Plörre zu
 besichtigen, lustig war es allemal. Vor allem das große Plakat über den int
ernationalen Bierkonsum, das fast nur aus Bilder mit Deutschen in Deutschland besteht, war sehr geil. Dennoch bleibt zu sagen, das das japanische Bier grauenvoll schmeckt, in den richtigen Mengen, aber immerhin gut betrunken macht

Am Abend ging es noch in einen 6-stöckigen Spielzeugladen, ein Erlebnis, das noch besser ist als all die Klischees. Man kriegt zwar durch die Piepgeräusche
 und bunten Farben mit der Zeit einen absoluten Schaden, aber es ist einfach nur großartig zu sehen, was Japaner alles
 kaufen.
 
Nach einem sehr anstrengenden ersten Tag ein kleines Fazit: 
Tokio ist die Stadt der absoluten Superlative und daher ist hier nicht alles groß, sondern einfach riesig. Man hat das Gefühl man versinkt in einem Meer an
 Hochhäusern, kaum ein Haus hat weniger als 8 Stockwerke, alles blinkt, es ist extrem Laut und zwischen all diesem Lärm bewegen sich Millionen von Japanern, die bei jeder Ihrer Handlung nach fixen Regeln handelt. Jeder
 Moment lädt zum Kopfschütteln ein, alles wirkt extrem skurril und es wird wohl einige Zeit braucht, bis man sich an die gröbsten Marotten gewöhnt hat.

Alle Bilder gibt im Web-Album

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