Dienstag, 16. Juni 2009

31 Euro Eintritt, ein Hundewagen und ein fetter Buddha

Nachdem ich mich hier nicht ueberarbeite, nutze ich die freie Zeit im Buero mal, um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Nach dem tollen Stadionbesuch am Mittwoch, stand Donnerstag erst einmal wieder ein ruhiger Abend an, Christoph und ich gehen unseren Lieblingebeschaeftigungen nach. Wir schauen entweder "Mitten im Leben", eine RTL Sendung ueber so tolle Themen, wie meine Tochter ist zum dritten mal schwanger und weiss nicht welcher der 6 potentiellen Vaeter diesmal der Richtige ist oder wir hoeren allerlei Musik und geniessen das Leben bei zwei ueberteuerten ekligen japanischen Biers.

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Freitag war dann grosses geplant, eigentlich wollten wir ein weiteres mal in den thailaendischen Frauenmarkt, die Disko Muse, doch auf dem Weg dorthin sind wir an einem Club vorbeigelaufen, vor dem eine 15 Meter Schlange war und mehrere Stretchlimousinen auf dem Seitenstreifen standen. Uns war sofort klar, hier muessen wir rein und dank unseres Gaijin (Auslaender) Bonus, sind wir an der Schlange vorbei, haben den Tuersteher bequatscht und waren ploetzlich als einzige Auslaender in einem der geilsten Clubs Tokyos. Kaum auf der Tanzflaeche angekommen drueckten mir zwei huebsche Maedels als kleinen Gruss des Hauses 15 Getraenkebons in die Hand, so dass die 31 Euro Eintritt wenigstens ein wenig durch Freisaufen wieder reingeholt wurden. Als wir drei dann auch noch eine Gruppe bestehend aus 3 huebschen Japanerinnen kennengelernt haben und jeder sich eine passende ausgesucht hatte, war der Abend schon fast perfekt. Gegen 7 Uhr haben wir es dann doch noch aus dem Club geschafft, sodass wir etwa gegen 8 endlich zu Hause waren, ein unfassbarer Abend.

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Den Samstag mussten wir daher zwangslaeufig wieder etwas ruhiger angehen, wir sind mittags erstmal Karaoke singen gegangen, das ist mit 1 Euro pro halbe Stunde naemlich in der Mittagszeit spottbillig. Danach gings zum entkatern in den Yoyogi Park, einen der groesseren Parks Tokyos, der vor allem bei Auslaendern sehr beliebt ist, so dass man allerhand Multikulti erlebt. Neben einem im Wald voegelnden Paar, was fuer mich uebrigens verstaendlich ist, da Japaner bis zur Hochzeit bei ihren Eltern leben und somit nur an oeffentlichen Orten oder in Love Hotels Platz fuer Zweisamkeiten ausleben koennen, waren wir vor allem ueber die Deutschen und ihre japanischen Frauen schockiert. Zu allererst ist es schockierend, dass hier jeder Deutsche so unfassbar Deutsch aussieht, dass man nicht einmal mehr darauf warten muss, dass er etwas sagt um zu wissen wo er herkommt und dann haben Deutsche immer den gleichen Typ Frau. Ich verstehe bis heute nicht warum Deutsche immer auf diese thailaendisch angehauchten Masseusinnen stehen, da fremdschaeme ich mich jeden Tag hier aufs neue! Auch toll ist der Hundeplatz im Park. In ganz Japan ist es unueblich Hunde zu halten, nur in der Tokioter Innenstadt ist es totaler Trend, macht ja auch Sinn!?! Hier hat jede Frau neben zehn Louis Vuitton Taschen auch noch einen Chihuahua. Da stehst du in nem Laden und denkst dir, och suess ein Kinderwagen, also kriegen die hier ja doch noch Nachwuchs, dann schaust du in den Wagen rein und dich blicken 3 kleine Hunde an...nen Hundewagen...unfassbar. Wir waren auch schon in nem Hunde-Klamotten-Store. Ja so was gibt es wirklich, da gibt es dann hunderte verschiedene Kleider!!! und spezielle Hundekuchen, Torten und weiteres Daemliches fuer die kleinen Klaeffer. Da soll nochmal jemand sagen, die Japaner spinnen nicht. Am Abend haben wir dann mal nach 6 Wochen Christophs Kueche eingeweiht und uns zwei Packungen Spagetthi reingehauen. Traumhaft mal wieder diese Voellegefuehl zu haben, so viel Fisch kannst du gar nicht essen, dass es dir so geht.

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Am Sonntag ging es dann wieder nach Kamakura, nur diesmal ohne Kater und Kopfschmerzen. Dafuer gab es nicht gleich Strand, sondern zuerst ein wenig Sightseeing. Neben den Tempelanlagen, die zugegeben langsam etwas eintoenig werden, da sie alle exakt gleich aussehen, war vor allem der grosse Buddha ziemlich cool. Der ist naemlich stolze 14 Meter hoch und damit echt sehenswert. Danach gings dann aber endlich an entspannte relaxen am Strand. Nach ein paar Runden Volleyball haben wir uns mit einer grossen Gruppe Japaner angefreundet, die um halb 1 mittags angefangen haben am Strand zu grillen und sich stark zu betrinken. Eigentlicher Grund, dass ich die angesprochen habe, waren zwei sehr huebsche Japanerinnen in der Gruppe, als wir dann aber feststellen mussten, dass die eine 15 und die andere 18 waren, waren wir dann doch etwas geschockt. Japanerinnen sehen alle aus wie 15 aber meistens sind sie dann schon 25, diesmal wars andersrum, das Alter zu schaetzen ist fuer mich absolut unmoeglich, das fuehrt gut und gerne zu lustigen Situationen. Auch nett war, dass sie Christoph, der mit seinen 23 Jahren schon etwas aelter ist, knallhart auf 35 geschaetzt haben, sehr geil, der arme muss darunter jetzt sehr leiden. Highlight war aber, dass der schwulste Typ aus der ganzen Gruppe, mit neongruen lackierten Naegeln und blondierten Haaren, einer pinken Unterhose und mit jede Menge Schmuck und Piercings, der Lead Saenger einer sehr bekannten japanischen Metall Band war und er natuerlich, weil er ja so ein toller Hecht ist, es uns Deutschen mal richtig beweisen wollte. Nach einem kurzen Trinkduell hat er dann aber feststellen muessen, dass er mit seinen 50 Kilo Koerpergewicht kein Chance hat. Ich kann nun also behaupten einen japanischen Celebrity unter den Tisch getrunken zu haben. Ihr koennt uebrigens unter www.kiddie.jp mal reinhoeren, ist gar nicht so schlecht!

揺紗

Montag war ich auf einer weiteren Factory-Visit und gestern waren wir in Shibuya, in einer sehr beliebten und guenstigen Bar, das Bier kostet hier nur 300 Yen (2,50 Euro), und haben uns einen schoenen Feierabend gegoennt. Vorteil eines Gaijins ist, dass man so schnell Leute kennenlernt, gestern wurden wir mal wieder von einer Gruppe von Japanern angequatscht und haben uns prompt ein paar Getraenke ausgeben lassen. Man hat zwar immer das Gefuehl, dass es eine Art Prahlerei der Japaner ist, dass sie einen Gaijin kennen, aber es ist trotzdem ziemlich cool. Ich kann gar nicht glauben, dass Ende dieser Woche schon Bergfest ist, die Zeit verfliegt wirklich! Immerhin bin ich bald wieder bei euch!

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